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Säkularisierung als Herausforderung
für eine zeitgenössische Ordenstheologie

Internationales theologisches Symposium im Rahmen des Forschungsprojekts
„Glaubensvermittlung in gesellschaftlichen und religiösen Transformationsprozessen“

Ulrich Engel OP

 

Im Anschluss an ein 2009 in Madrid durchgeführtes internationales Symposium „Woran glaubt Europa? / What does Europe believe in?“ bearbeitet ein im Sommer 2011 gestartetes Forschungsprojekt über einen Zeitraum von zwei Jahren die Frage nach der „Glaubensvermittlung in gesellschaftlichen und religiösen Transformationsprozessen“. Das Phänomen der Säkularisierung in seinem Facettenreichtum wie auch in seiner ganzen Widersprüchlichkeit wird dabei als die Herausforderung für Religion, Kirche, Orden, Glauben und Theologie in Europa verstanden. Das Forschungsprojekt in Trägerschaft der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster (PTH) des Kapuzinerordens wird gemeinsam mit dem in Berlin ansässigen philosophisch-theologischen Forschungszentrum Institut M.-Dominique Chenu (IMDC) der Dominikaner durchgeführt.

Ausgehend von den im zweisprachigen Kongressband veröffentlichten Diskussionsergebnissen von Madrid[1] untersucht das Säkularisierungsprojekt, wie eine vor allem franziskanische Ordenstheologie (und im weiteren Sinne auch die Theologien der Mendikantenorden insgesamt) auf das Phänomen reagieren kann. Welche Konsequenzen haben die aktuellen Entwicklungen für die Ausbildung der nächsten Religiosengeneration[2] und vor allem für das pastorale Handeln der Orden?[3] Eine im Forschungsprojekt angesiedelte empirische Studie unter der Leitung von Michael Ebertz (Freiburg/Br.) wird die Säkularisierungstendenzen ad intra im Bereich der männlichen Bettelordensgemeinschaften untersuchen. Verschiedene Workshops, Symposien, Kontaktreisen und Lehrveranstaltungen auf nationaler und internationaler Ebene zielen darauf ab, die theoretisch gewonnenen Einsichten an praktische Erfahrungen rückzubinden, in gelebtes Ordensleben zu transformieren (z.B. im Bereich der Ausbildung des Ordensnachwuchses) oder über die Grenzen des eigenen Horizontes hinaus interkulturell ins Gespräch zu bringen.[4]

 

Säkularisierte Welt und menschliche Erfahrungen als loci theologici

Im Rahmen des Forschungsprojekts versammelten sich vom 15. bis 18. März 2012 zwölf Dozierende der Theologie aus den USA, Indien, Eritrea, Italien, Ungarn, Kroatien und Deutschland in Münster. Vorbereitet und moderiert von Thomas Dienberg OFMCap (PTH), Thomas Eggensperger OP (PTH/IMDC) und Ulrich Engel OP (PTH/IMDC) kreisten die Diskussionen der Teilnehmer vor allem um die theologische Bestimmung des Kirche-Welt-Verhältnisses, um verschiedene Identitätsmodelle und um die ekklesiologische Frage nach der Relation zwischen Schwäche und Macht. Ausgehend vom Gedanken der kenotischen Selbstmitteilung Gottes (Karl Rahner SJ[5]) und von der Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils „Gaudium et spes“ bestimmte der Mainzer Pastoraltheologe Stefan Knobloch OFMCap die Welt – auch in ihrer säkularisierten Gestalt – als Raum der Gottespräsenz[6] und charakterisierte daran anknüpfend die menschliche Erfahrungen in ihrer postmodernen Pluralität als loci theologici (Melchor Cano OP). Der Kirche – und damit auch den Orden – kommt in diesem Zusammenhang die sakramentale Aufgabe zu, diese zutiefst kenotische Präsenz Gottes (vgl. Phil 2) zeichenhaft ansichtig zu machen.[7] Dass sich an diesen Auftakt des Symposiums eine hochspannende Diskussion um den von Papst Benedikt XVI. bei seinem Deutschlandbesuch 2011 in die Debatte gebrachten Topos der „Entweltlichung“ anschloss, mag kaum verwundern.[8] Einig waren sich die anwesenden Diskutanten darin, dass die spirituellen und theologischen Ressourcen der Mendikanten immer schon weltzugewandt waren und keinesfalls primär weltflüchtig.

Jakab Várnai OFM, Dogmatiker an der von Benediktinern, Franziskanern und Piaristen gemeinsam getragenen Ordenshochschule Sapientia Szerzetesi Hittudományi Föiskola in Budapest, beschrieb das Phänomen der Säkularisierung aus religionssoziologischer Sicht (bes. mit Rekurs auf den 2010 verstorbenen ungarischen Religionssozilogen Miklós Tomka) als eine Merkantilisierung der (ungarischen und europäischen) Gesellschaft insgesamt wie auch der Religion im besonderen. Zur Folge hat eine solche Entwicklung, die immer auch zusammen geht mit einer religiösen Aufwertung des Kapitalismus (vgl. Walter Benjamins Essay „Kapitalismus als Religion“ von 1921[9]), nach Várnais Ansicht eine tiefgreifende anthropologische Krise. Diese betrifft vor allem die von Johann B. Metz diagnostizierte Subjektmüdigkeit. Die anschließende Diskussion setzte sich kritisch mit dem soziologischen Modell des religiösen Marktes auseinander und beschwor vor diesem Hintergrund die politisch-theologische Überzeugungskraft einer christlich zugesagten und praktisch gelebten Gratuität, welche gerade in der franziskanischen Tradition zentral im Gedanken der paupertas kultiviert wird.

 

Unterwegs zu einer postmodernen Gestalt franziskanischer Spiritualität

Speziell im Blick auf das interkulturelle und interreligiöse Gespräch kann der Gedanke des religiösen Supermarktes wieder aufgegriffen werden. Darauf machte der am Institute of Philosophy and Religion im indischen Eluru lehrende Dogmatiker Sebastian Kuthukallunkal OFMCap aufmerksam. Im kritischen Bewusstsein um die oftmals problematische Rolle der christlichen Missionsanstrengungen (die in wesentlichen Teilen von den Orden getragen wurden), suchte Kuthukallunkal nach einer postmodernen Gestalt franziskanischer Spiritualität. Deutlich wurde, dass dazu im Sinne Dietrich Bonhoeffers unbedingt zwischen „Religion“ und „Nachfolge“ zu unterscheiden ist. Denn nur eine praktisch ausgerichtete Theologie der Nachfolge wird in der Lage sein, mit anderen – auch säkularen – Kulturen in einen Dialog zu treten.[10] Dieses Gespräch ist eher als Suchbewegung denn im doktrinären Sinne anzulegen und schließt dabei in der Tradition des Franz von Assisi messianische, nicht-kosmische und kosmische Aspekte einer christlichen Präsenz ein. Obwohl sein geopolitischer Hintergrund ein ganz anderer ist, markierte auch der am Pontificio Istituto Orientale in Rom lehrende eritreische Bibelwissenschaftler Tedros Abraha OFMCap das aus dem Glauben an Jesus Christus sich speisende Präsentsein als zentrales Moment des franziskanischen Lebensentwurfs. Angesichts der massiven politischen Verfolgung der Christen diagnostizierte Abraha für Eritrea einen ausnehmend militanten Säkularismus.

 

Plädoyer für eine ‚schwache‘ Theologie der Gabe und der Präsenz

Johannes B. Freyer OFM, Professor für Dogmatik an der Päpstlichen Universität Antonianum in Rom und dortselbst bis vor kurzem Rektor, definierte (ähnlich wie anfangs schon Knobloch) Säkularisierung als ein dem christlichen Glauben genuin inhärentes Moment. Ausgehend von einer in Judentum und Christentum feststellbaren Tendenz zur Entmystifizierung der Religion interpretierte er die bei Johannes Duns Scotus und Wilhelm von Ockham anzutreffende Hinwendung zur Welt als eine, die den Eigenwert der weltlichen Dinge hervorhebt und in besonderer Weise anerkennt.[11] Im Hintergrund dieser Weltzugewandtheit steht eine Inkarnationstheologie, die vor allem in den mittelalterlichen Ordensneugründungen der Franziskaner und der Dominikaner zu Hause war.[12] Im Sinne des Gedankens einer „permanenten Inkarnation“ (Marie-Dominique Chenu OP[13]) kommt Gott, wie Ante Vuckovic OFM von der Theologischen Fakultät der Universität im kroatischen Split formulierte, nicht in eine ihm völlig fremde Welt. Auf der Basis einer solchen von Grund auf optimistischen Spiritualität der Menschwerdung Gottes suchte Freyer die für das Ordensleben zentralen Gelübde der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams im Rahmen einer ‚schwachen‘ Theologie der Gabe und der Präsenz neu zu interpretieren. Dass solch eine These in vielfältiger Weise anschlussfähig ist an postmoderne Philosopheme, zeigte die äußerst lebhafte Diskussion. Gleichwohl bleibt m.E. offen, wie sich die skizzierte religionskritische Dekonstruktion hin zum Monotheismus zu postmodern-nihilistischen Dekonstruktionen wie zum Beispiel im sog. schwachen Denken („pensiero debole“) Gianni Vattimos verhält.[14] Denn wenn auch Monotheismus und Säkularisierung gleichermaßen religionsdekonstruierend wirken mögen (allerdings wurde auch diese These wieder in Frage gestellt), bleibt doch offen, wie – nicht zuletzt methodologisch – der Bogen vom christentümlich-vorsäkularen Mittelalter hin zur nachchristlich-säkularisier­ten Postmo­derne zu schlagen ist.

 

Mittelalterliche Orientierungen für eine zeitgenössische politische Spiritualität?[15]

Hinter dieser systematisch grundlegenden Fragestellung verbirgt sich nicht zuletzt die konkretere Frage, was bzw. wie die Orden heute für ihre gemeinschaftliche Lebensgestaltung und für ihre pastorale Sendung aus ihrer Geschichte lernen können. Sind mittelalterliche oder frühneuzeitliche soziale Praktiken, wie sie in diversen Quellen überliefert sind, geeignet, Antworten auf Fragen nach dem heutigen Umgang mit (zu jenen Zeiten unbekannten) Phänomen wie beispielsweise den (nach-)modernen Pluralisierungs-, Individualisierungs- oder Entinstitutionalisierungstendenzen zu geben? Joe Chinnici OFM, Kirchenhistoriker an der Franciscan School of Theology an der University of Berkeley, CA, versuchte genau dies. Ausgehend von der topologischen Verortung kirchlichen Lebens in der Welt des Heute sieht er die Theologie vor die Aufgabe gestellt, ihre Quellen einer Relecture zu unterziehen. Als Ort, in welchem sich (geschichtlich gewordene) Genese und (aktuell relevante) Geltung verbinden können, markierte er u.a. die säkulare Öffentlichkeit.[16] Chinnicis Kollegin an der Franciscan School of Theology in Kalifornien, Mary Beth Ingham CSJ, vertiefte diesen Gedanken. Von ihrem Fach, der Philosophical Theology her, rekonstruierte sie die Schönheit als Schlüssel zur Transzendenz, insofern das Schöne als zentrale Welterfahrung nicht nur im Mittelalter, sondern auch heute Menschen anspricht.[17] Damit kann nach Ingham aus der Tradition heraus ein offener Raum für den Dialog mit einer säkularen Welt umschrieben werden. Insofern der Akt der Schönheit in der franziskanisch-theologischen Überlieferung – etwa bei Duns Scotus – als ein moralischer Akt verstanden wird, ergeben sich Anknüpfungspunkte auch für das gemeinschaftliche bzw. gesellschaftliche Leben. Diskutiert wurden in diesem Zusammenhang die Aspekte der gelebten kommunikativen Wahrheit, der Freundschaft und der Armut im Sinne von Nachhaltigkeit.

An das letztgenannte Stichwort konnte Bernd Beermann OFMCap, bis vor kurzem Direktor des internationalen Büros des Kapuzinerordens für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Rom, anknüpfen. Als nur eine Stimme unter den vielen einer pluralen Gesellschaft ist es der Kirche nicht mehr gegeben, ihre Positionen mit Stärke durchzusetzen. Dementsprechend hat sie angestammte Machtpositionen zugunsten einer ‚schwachen‘ Präsenz aufzugeben. Wichtig werden dann – so Beermann – die alltäglichen sozialen Praktiken im Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Nachhaltigkeit[18]; sie sind letztlich Ausdruck einer franziskanisch-politischen Spiritualität der Armut.

 

Auf dem Weg zu einer Theologie des Ordenslebens unter säkularen Bedingungen

Deutlich geworden ist im Verlauf des Symposiums, dass (zumindest jenseits von politisch-militanten Säkularismen) Säkularisierungsphänomene nicht zuerst als Probleme angesehen werden müssen. Vielmehr fordern sie Kirchen und in ihr speziell die Ordensleute heraus, ihren Platz in der Welt, ihre Identität und ihre Haltungen der säkularisierten Gesellschaft gegenüber neu zu bestimmen. Bei aller methodologischen Problematik scheinen die Traditionsbestände der Ordensgemeinschaften – speziell die der Mendikanten – Schätze zu bergen, die es lohnt im Zuge einer kritischen Relecture den gemeinschaftlichen wie individuellen sozialen Praktiken neuerlich zugänglich zu machen.

Viele Überlegungen im Rahmen des Münsteraner Symposiums liefen auf die Notwendigkeit einer De-Potenzierung kirchlicher Macht und Machtrepräsentationen hinaus. Zu entwickeln ist von dort aus so etwas wie eine demütige Theologie der Präsenz, in deren Zentrum das Zusammenleben untereinander und mit anderen und darin auch mit Jesus Christus, dem menschgewordenen Gott steht. Ordensleben wäre in diesem Sinne vor allem als ein „In-Beziehung-Stehen“ gleichermaßen mit Gott und Welt zu definieren. Eine solche, doppelt ausgerichtete Bezugnahme, besser: Freundschaft mit Jesus Christus und den Menschen zielt in ihrer eschatologischen Tiefenstruktur auf Zeugnisse gelebter Hoffnung – und zwar in präsentischer Form! Aus den spirituellen Traditionen der mittelalterlichen Bettelordensbewegung, speziell der franziskanischen, können als Ausdrucksformen einer solchen Freundschaft vor allem Kontemplation und Gebet benannt werden[19], sodann aber auch ein aufmerksames Wahrnehmen der Wirklichkeit in ihrer kreatürlichen Schönheit einerseits und eine vorbehaltslose Solidarität mit einer Welt der Gebrochenheiten.[20] Beide Haltungen verbinden sich wohl nicht von ungefähr in den zentralen franziskanischen Kategorien minoritas, Armut und Freiheit.[21] Aus dominikanischer Sicht wäre in diesem Zusammenhang in besonderer Weise der Aspekt der Sprache zu bedenken, ist doch diese in ihrer Ambivalenz zwischen Macht und Ohnmacht gegenüber den Strukturen gesellschaftlicher Macht und Ohnmacht keineswegs neutral. Welche Sprache sprechen wir, wenn wir mit den Menschen in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft in Kontakt treten?

Dass eine wie hier in wenigen Stichworten umrissene neue (oder vielleicht auch nur neu erscheinende) Theologie des Ordenslebens unter den Bedingungen säkularisierter Gesellschaften theologisch noch vertieft und pastoral noch konkretisiert werden muss, versteht sich von selbst. Daran werden wir in den weiteren Schritten des Forschungsprojekts zu arbeiten haben.

 

Weitere Informationen: www.saeculum.eu

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Autor │ PD Dr. theol. habil. Ulrich Engel OP, geb. 1961 in Düsseldorf, 1984 Eintritt in den Dominikanerorden, Direktor des Institut M.-Dominique Chenu, Berlin (www.institut-chenu.eu), Privatdozent für Fundamentaltheologie an der PTH Benediktbeuern, Lehrbeauftragter für Philosophisch-theologische Grenzfragen an der PTH Münster und für Systematische Theologie an der Universität Potsdam, Hauptschriftleiter der Zeitschrift „Wort und Antwort“ (www.wort-und-antwort.de).

Kontakt │ Institut M.-Dominique Chenu, Schwedter Straße 23, D-10119 Berlin, engel@institut-chenu.info.

Letzte Veröffentlichungen (Auswahl) │ zus. mit Thomas Eggensperger und Angel F. Méndez Montoya (Hrsg. / Eds.), In memoriam Edward Schillebeeckx. Impulse für Theologien im 21. Jahrhundert / Impetus for Theologies in the 21st Century, Ostfildern 2012; Gott der Menschen. Wegmarken dominikanischer Theologie, Ostfildern 2010.


[1]     Thomas Dienberg / Thomas Eggensperger / Ulrich Engel (Hrsg.), Woran glaubt Europa? Zwischen Säkularisierung und Rückkehr des Religiösen / What does Europe believe in? Between secularization and the return of religious life, Münster 2010.

[2]     Vgl. u.a. meinen als „Zwischenbericht“ aus dem Forschungsprojekt konzipierten Vortrag zur „Aufgabe der Orden in einer sich verändernden Gesellschaft“ im Rahmen der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Ausbildungsleiter der Deutschen Ordensobernkonferenz (AGAL) am 6./7.3.2012 in Zell/M.

[3]     In diesen Bereich gehört beispielsweise das Forum mit Praktiker/-innen aus verschiedenen Feldern franziskanischer Pastoral, das im Kontext des Forschungsprojekts am 12.1.2012 in Frankfurt/M. stattgefunden hat.

[4]     Zum Forschungsdesign und zu weiterführenden inhaltlichen Aspekten vgl. auch die website des Forschungsprojekts: www.saeculum.eu.

[5]     Vgl. dazu Paul Rulands, Selbstmitteilung Gottes in Jesus Christus: Gnadentheologie, in: Andreas R. Batlogg u.a., Der Denkweg Karl Rahners. Quellen – Entwicklungen – Perspektiven, Mainz 2003, 161-196.

[6]     Vgl. auch Stefan Knobloch, Mehr Religion als gedacht! Wie die Rede von Säkularisierung in die Irre führt, Freiburg/Br. 2006.

[7]     Zum Zusammenhang zwischen einer kenotischen Christologie und ekklesiologischen Fragestellungen vgl. Rainer Kampling, Das Lied vom Weg Jesu, des Herrn. Eine Annäherung an Phil 2,6-11, in: Bibel und Kirche 64 (2009), 18-22.

[8]     Vgl. u.a. Ulrich Engel, Streit um Kirche und Welt. Plädoyer für eine dialektische Relativitätstheorie des Katholischen, in: Wort und Antwort 53 (2012) [im Druck].

[9]     Walter Benjamin, Kapitalismus als Religion, in: ders., Gesammelte Schriften, hrsg. unter Mitarbeit von Theodor W. Adorno und Gershom Scholem von Rolf Tiedemann und Hermann Schweppenhäuser, Bd. VI, Frankfurt/M. 1991, 100-103.

[10]    Vgl. dazu auch Diana de Palanca Vallescar, Ordensleben interkulturell. Eine neue Vision. Aus dem Spanischen von Helene Büchel (Theologie der Dritten Welt Bd. 37), Freiburg/Br. 2008.

[11]    Vgl. dazu Johannes B. Freyer, Der demütige und geduldige Gott. Franziskus und sein Gottesbild – ein Vergleich mit der Tradition (Veröffentlichungen der Johannes-Duns-Skotus-Akademie für Franziskanische Geistesgeschichte und Spiritualität Bd. 1), Mönchengladbach 1991.

[12]    Vgl. Ulrich Engel, „Praedicatore del Verbo fatto Carne“. Zur Theologie der Inkarnation im Dominikanerorden, in: ders., Gott der Menschen. Wegmarken dominikanischer Theologie, Ostfildern 2010, 89-98.

[13]    Vgl. ders., Theologale Mystik im Konflikt. Marie-Dominique Chenu OP und die Grundintuitionen seiner Theologie, in: Mariano Delgado / Gotthard Fuchs (Hrsg.), Die Kirchenkritik der Mystiker – Prophetie aus Gotteserfahrung. Bd. 3: Moderne (Studien zur christlichen Religions- und Kulturgeschichte Bd. 4), Fribourg – Stuttgart 2005, 351-369.

[14]    Vgl. Gianni Vattimo / Richard Schröder / Ulrich Engel, Christentum im Zeitalter der Interpretation, hrsg. von Thomas Eggensperger im Auftrag des Institut M.-Dominique Chenu – Espaces Berlin (Passagen Forum), Wien 2004; Thomas Eggensperger, Sich Reiben an der Religion. Gianni Vattimos Blick auf Christentum und Kirche, in: Zibaldone. Zeitschrift für italienische Kultur der Gegenwart 51/2011, 127-132.

[15]    Vgl. dazu auch Thomas Eggensperger, Spirituelle Dynamiken in einem säkularisierten Europa? Teil I: Religionssoziologisch-sozialethische Skizzen zum deutschsprachigen Raum, in: Paolo Martinelli (Ed.), Esperienza, Teologia e Spiritualità. Relazioni al Seminario di studio sulla teologia spirituale promosso dall’Istituto Francescano di Spiritualità della Pontificia Università Antonianum di Roma e dalla Philosophisch-Theologische Hochschule di Münster (Supplemento di Italia Francescana 84,3 [2009]), Roma 2009, 123-131; Ulrich Engel, Spirituelle Dynamiken in einem säkularisierten Europa? Teil II: Ein systematisch-theologischer Deutungsversuch, in: ebd., 133-136.

[16]    Vgl. dazu auch Benoît Bourgine / Thomas Eggensperger / Pierre-Yves Materne (Hrsg. / Éds.), Theologische Vernunft – Politische Vernunft. Religion im öffentlichen Raum / Raison théologique – raison politique. La religion dans l’espace public (Kultur und Religion in Europa Bd. 8), Berlin 2010.

[17]    Vgl. Mary Beth Ingham, Rejoicing in the Works of the Lord: Beauty in the Franciscan Tradition (Franciscan heritage series vol. 6), St. Bonaventure, NY 2009.

[18]    Vgl. Scott M. Thomas, Living Critically and ‚Living Faithfully‘ in a Global Age: Justice, Emancipation and the Political Theology of Internatinal Relations, in. Millennium 39(2) (2010), 505-524.

[19]    Vgl. Thomas Dienberg, Einlassen. Die christliche Kunst des Betens, Stuttgart 2006.

[20]    Vgl. Ilia Delio, A Franciscan View of Creation: Learning to Live in a Sacramental World. With Introduction by Joseph P. Chinnici, St. Bonaventure, NY 2003.

[21]    Vgl. dazu Thomas Dienberg / Marianne Jungbluth / Niklaus Kuster (Hrsg.), Inspirierte Freiheit. 800 Jahre Franziskus und seine Bewegung, Freiburg/Br. 2009.